„Ein sonniger Sommernachmittag am Ufer eines kleinen Sees - es gibt kaum eine bessere Gelegenheit, diesen faszinierenden Lebensraum hautnah und eindringlich zu erleben: dem Plätschern der Wellen zuhören, den Haubentaucherküken beim Betteln zusehen und die Libellen beim Hochzeitsflug beobachten....
Und eben dann wird man schnell erkennen, wie vielgestaltig das Leben gerade in der Verlandungszone von großen und kleinen Stillgewässern sein kann. Doch auch in dieser Idylle hinterlässt der Mensch deutliche Spuren durch Badebetrieb, Angeln oder durch Verfüllung. Zwar wurden auch die Verlandungsbereiche größerer Stillgewässer unter Schutz gestellt. Doch nach wie vor unterliegen diese Biotope zahlreichen Gefährdungen.“ (Quelle: www.fachdokumente.lubw.de)
Warum gibt es gesetzlich geschützte Biotope? Biotope sind Lebensräume wildlebender Tiere und Pflanzen. Viele in unserer Landschaft noch vorkommende, naturnahe Biotope sind direkt oder indirekt zum Beispiel durch Bebauung, Nutzungsintensivierung, Nährstoffeinträge oder Entwässerungsmaßnahmen gefährdet.?Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber bestimmte Biotoptypen unter einen gesetzlichen Schutz gestellt. In Nordrhein-Westfalen erfolgt diese direkte Unterschutzstellung der Biotope durch den § 62 des Landschaftsgesetzes.
Welche gesetzlich geschützten Biotope gibt es in Bielefeld? Im Bielefelder Stadtgebiet wurden 306 gesetzlich geschützte Biotope mit einer Gesamtfläche von 518 Hektar vom Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) kartiert. Dazu gehören: Fließende Gewässer, stehende Gewässer, Sümpfe, Röhrichte, Nasswiesen, Bruch- und Auwälder. (Quelle: www.bielefeld.de/de/un/nala/biotope/)
Streitpunkt: Biotopschutz oder vielfältige Erholung? Sollten die Stauteiche I, II, II als innerstädtische Biotope entwickelt und geschützt werden? Oder sollte man die Teiche freigeben für eine vielfältige Erholungsnutzung mit Biergarten, Ruderbooten und frei zugänglichen Ufern. Oder gibt es Kompromisse? Lust auf Wasser? Lust auf Natur? Lust auf Erholung in der Natur?